🔧Toolify

Fondskosten-Rechner (echte Kosten von Verwaltungsgebühren)

Startkapital, monatlichen Beitrag, Laufzeit, erwartete Rendite und die Verwaltungsgebühr des Fonds eingeben. Der Rechner zeigt drei Szenarien – ohne Gebühren, günstiger Indexfonds (0,05 %) und deine Gebühr – und zeigt, wie viel Geld über die Zeit an Kosten verloren geht. Die Euro-Lücke ist nach Jahrzehnten meist überraschend groß.

Endwert (ohne Gebühren)
691.150 $
Günstiger Indexfonds
683.965 $
@ 0.05% ER
Endwert (deine Gebühr)
562.483 $
@ 1.0% ER

Kostenaufschlüsselung

Insgesamt eingezahlt
190.000 $
Gewinne (ohne Gebühren)
501.150 $
An Gebühren verlorenes Geld
128.667 $
Gebühren als % des möglichen Gewinns
25.7%

Der Wechsel zu einem 0,05-%-Indexfonds würde in diesem Zeitraum 121.482 $ einsparen.

Wie es funktioniert

Warum Gebühren mehr ausmachen als gedacht

Eine TER von 1 % klingt winzig, ist aber nicht 1 % deines Beitrags – es sind 1 % deines gesamten Guthabens jedes Jahr. Über 30 Jahre kann eine Gebühr von 1 % bis zu 25–30 % deines Endguthabens vernichten. Das liegt daran, dass sich die Gebühr gegen deine Gewinne aufzinst – Jahr für Jahr.

Der Indexfonds-Vorteil

ETFs auf den MSCI World oder FTSE All-World kosten bei Anbietern wie iShares, Xtrackers oder Amundi 0,05–0,20 % TER. Viele aktiv verwaltete Fonds verlangen 0,50–1,50 %. Jahrzehntelange Daten zeigen, dass günstige Indexfonds über 15-Jahres-Zeiträume mehr als 80 % der aktiv verwalteten Fonds schlagen – hauptsächlich, weil Letztere ihre eigene Gebührenbelastung erst übertreffen müssen.

Was dieser Rechner nicht erfasst

Handelskosten (Geld-Brief-Spanne, Markteinfluss) sind nicht enthalten. Die Steuerbelastung durch aktiven Fondsumsatz (aktive Fonds realisieren typischerweise 50–100 % der Positionen pro Jahr, was in steuerpflichtigen Depots Kapitalertragsteuer auslöst) kann weitere 0,5–1,5 % effektiven Nachteil bedeuten. Beraterhonorare (1 % des Vermögens) kommen zur Fondskostenquote hinzu. Alles zusammen macht 'günstiger' zu einem Vorteil von 2–3 % gegenüber 'Standard'.

Häufige Fragen

Ist 1 % wirklich so schlimm?

Ja. Bei 50.000 € Startkapital, 30 Jahren Laufzeit und 7 % Nominalrendite kostet eine TER von 1 % rund 65.000 € – verglichen mit etwa 13.000 € für einen 0,05-%-Indexfonds. Die Gebühr zinst sich auf, die dadurch getöteten Gewinne zinsen sich auf, und das schleift sich jahrelang fort. Die meisten Menschen unterschätzen das massiv.

Was ist eine 'vernünftige' Kostenquote?

Unter 0,20 % ist ausgezeichnet. 0,20–0,50 % ist für Nischen- oder internationale Fonds akzeptabel. 0,50–1,0 % ist schwer zu rechtfertigen außer bei Spezialstrategien. Über 1 % sollte einen triftigen Grund erfordern – meist handelt es sich um einen betrieblichen Fonds ohne andere Wahl; dann zumindest den Arbeitgeberzuschuss mitnehmen und mit der Personalabteilung sprechen.

Warum nicht einfach den besten Fonds nach Performance wählen?

Vergangene Performance korreliert nicht mit zukünftiger Performance. Vergangene Kostenquoten korrelieren perfekt mit zukünftigen Kostenquoten (sie ändern sich kaum). Die Gebühr ist das einzige Signal, das langfristige Ergebnisse zuverlässig vorhersagt.

Gibt es kostenlose Indexfonds?

In Deutschland sind ETF-TERs von 0,03–0,07 % für breite Indizes (MSCI World, FTSE All-World) die günstigste Option bei Anbietern wie iShares, Xtrackers (DWS), Amundi oder SPDR. 0,00 % gibt es hierzulande kaum; 0,03 % ist das praktische Minimum.

Was ist mit ETF vs. Investmentfonds?

Für denselben Index haben ETFs und Investmentfonds meist identische oder nahezu identische Kostenquoten. ETFs können in steuerpflichtigen Depots geringe Vorteile haben. Für steuerbegünstigte Konten (Riester, bAV) das Günstigere oder Einfachere wählen.

Wie finde ich die Kostenquote meines Fonds?

Die ISIN oder den Fondsnamen bei Morningstar, auf der Website des Fondsanbieters oder im eigenen Depotauszug nachschlagen. Im Produktinformationsblatt (KID) ist die TER unter 'Kosten' aufgeführt. Wenn die Information nicht innerhalb von 30 Sekunden zu finden ist, ist das ein Warnsignal für mangelnde Transparenz.

Ist dieser Rechner pessimistisch gegenüber aktivem Management?

Er modelliert reine Gebührenbelastung, nicht ob aktive Manager Mehrwert schaffen oder vernichten. Die empirischen Daten zeigen, dass aktive Manager nach Kosten ihren Index nicht zuverlässig schlagen – aber einzelne tun es. Der Rechner zeigt nur, was das Lotterielos kostet.

Sollte ich auf dieser Basis Fonds wechseln?

Bei steuerbegünstigten Konten (Riester, bAV): ja – keine Steuerkosten beim Wechsel. Im steuerpflichtigen Depot die Kapitalertragsteuer gegen die künftigen Gebühreneinsparungen abwägen. Oft ist ein günstigerer Fonds die Steuerrechnung innerhalb von 2–5 Jahren wert; über 30 Jahre lohnt es sich fast immer.

Verwandte Tools

Zuletzt aktualisiert:

Probiere unsere KI-Prompts →